BÜNDNIS WÄRMEWENDE FFM

Gasausstieg bis 2035

Die Stadt Frankfurt hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden. Eine klimafreundliche Wärmeversorgung ist nicht nur ökologisch nötig, sondern senkt auf Dauer Kosten und schützt besonders die Schwächsten.

Wir fordern einen geordneten Gasausstieg bis 2035 und eine soziale Wärmewende sowie mehr Transparenz, Beteiligung und einen Wärmewende-Rat.  Für Mieten- und Klimagerechtigkeit! 

 

 

Aktuelles

Neuigkeiten zur Wärmewende

Das Video der Podiumsdiskussion ist fertig 


Das Video zu der Veranstaltung "Wärmewende ja! ... aber wie?" am 23.9. ist nun verfügbar. Ca. 180 Teilnehmer:innen folgten den interessanten Beiträgen von Expert:innen zu dem Stand der kommunalen Wärmeplanung in Frankfurt. 


Sehen Sie hier das Video mit der Aufzeichnung der gesamten Veranstaltung. 

Auf dem Podium sprachen: 

  • Prof. Dr. Joachim Curtius, Uni Frankfurt, Institut für Atmosphäre und Umwelt
  • Martin Giehl – Mitglied im Vorstand der Mainova AG
  • Dr. Helmut Paschlau, Netzwerk Saubere Energie München (NSEM)
  • Conny Petzold – Verein „Mieter helfen Mietern“
  • Dr. Thomas Seifert, Scientists For Future
  • Tina Zapf-Rodriguez, Stadträtin, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen

Moderation: Anea Lang, Klimaentscheid

Mehr Info zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

Vielen Dank an Dr. Klaus Sparwasser für das Video! 
Klaus ist unabhängiger Filmemacher und arbeitet an Dokumentarfilmen über Klimakrise, soziale Gerechtigkeit und Widerstand – als konsequente Fortsetzung seines Films "System Change - A Story of growing resistance".

Hier können Sie seine Arbeit unterstützen. 

Vom Heizhammer zur Wärmewende - WAS TUN?

Der "Was Tun?"-Podcast mit Lisa Vollmer vom Bündnis "Soziale Wärmewende Jetzt! mit Inputs aus anderen deutschen Städten, aber auch aus Frankfurt:

Vom Heizhammer zur Wärmewende - WAS TUN?

Draußen ist es eisig - drinnen will man es sich gemütlich machen. Doch Millionen Mieter:innen in Deutschland geht es anders. Sie leben in zugigen, schlecht gedämmten Wohnungen. Die Mieten steigen trotzdem jedes Jahr. Und dort, wo Vermieter:innen sanieren, legen sie die Kosten auf ihre Mieter:innen um. Damit bezahlen die Mieter:innen die Wertsteigerung der Immobilien, die ihnen gar nicht gehören. Sozial- und Klimapolitik können dadurch gegeneinander ausgespielt werden. Dabei müssten sich die Interessen von Mieter:innen und Klimaschützer:innen gar nicht widersprechen. 

Wie es anders geht, zeigt das bundesweite Bündnis "Soziale Wärmewende Jetzt!". Sie fordern eine energetische Modernisierungspflicht für Vermieter:innen und wollen gleichzeitig die Umlage der Modernisierungskosten auf die Mieter:innen verbieten. Lisa Vollmer - Aktivistin der ersten Stunde bei der Sozialen Wärmewende erklärt im Gespräch bei "Was tun?", wie der Brückenschlag zwischen Klima- und Mieter:innenbewegung gelingt und welche Rolle Organizing dabei spielt. Jetzt reinhören!

Die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung 
werden zu spät veröffentlicht

Am  18.1.2026 verschickte das Bündnis die folgende Pressemeldung, 

Die Frankfurter Rundschau zitierte viele dieser Statements am Tag darauf in dem Artikel "Bündnis drängt auf Info zur Frankfurter Wärmewende"  und fragte das Umweltdezernat nach seiner Sicht der Dinge. Das Umweltdezernat ging in der Antwort nicht auf die große Zeitspanne zwischen Fertigstellung und Veröffentlichung der kommunalen Wärmewende ein und nannte auch keinen Veröffentlichungstermin,


Pressemeldung: 
Stadt Frankfurt verzögert die Veröffentlichung von Ergebnissen der kommunalen Wärmeplanung

 

Laut dem Ablaufplan für die kommunale Wärmeplanung in Frankfurt sollen alle Zwischenergebnisse bereits seit Ende des Jahres 2025 fertiggestellt sein.Trotzdem soll eine erste Infoveranstaltung erst 5 Monate später, also ca. Ende Mai 2026 stattfinden. 

Das Bündnis Wärmewende Frankfurt, ein Zusammenschluss von 14 Initiativen und Organisationen, fordert, dass alle fertiggestellten Ergebnisse unverzüglich und noch vor der anstehenden Kommunalwahl veröffentlicht werden. 

Der Ablaufplan enthält keine Angaben zur Beteiligung der Öffentlichkeit z.B. durch Stellungnahmen zu dem Entwurf, wie in dem Gesetz für die Wärmeplanung in §13 (4) verlangt. 

Das Bündnis fordert daher, allen Bürger:innen geeignete Möglichkeiten der Beteiligung zu geben.

Hintergrund: 

Das Bündnis Wärmewende befürchtet, dass durch die Verzögerung  der Veröffentlichung eine aktive Beteiligung der Betroffenen verhindert wird, die aber laut allen Experten für Akzeptanz und Erfolg der kommunalen Wärmeplanung angesichts der erheblichen Auswirkungen auf alle Bürge:innen unverzichtbar ist. 

Durch die Unmöglichkeit, frühzeitig verlässliche Investitions-Entscheidungen treffen zu können, entstehen große finanzielle Risiken für alle Mieter, Eigentümer, Unternehmen, kommunale Einrichtungen und Gewerbe in Frankfurt, die noch weiter auf Gas setzen.
 
Laut dem Heizspiegel ist das Heizen mit Wärmepumpen bereits seit 2022 deutlich günstiger als mit Erdgas. 

Die Lage für Gaskund:innen  wird sich dramatisch zuspitzen. Im Zuge dieser Entwicklung werden  mehr und mehr Kund:innen das Gasnetz verlassen und auf klimafreundliche und kostengünstige Alternativen wie Wärmepumpen setzen. Die gleichbleibenden Kosten der Gasnetze müssen dann künftig von immer weniger Haushalten getragen werden. Wer jetzt noch in eine Gasheizung investiert, den könnten bis 2045 3.000 bis 4.000 Euro Mehrkosten im Jahr erwarten, allein durch steigende Netzkosten. Das zeigt eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts, die zu dem Schluss kommt, dass sich die Kosten für Haushalte dämpfen lassen, wenn Stadtwerke den Ausstieg aus der Gasversorgung möglichst frühzeitig und geordnet planen. Andernfalls wird Gas in den kommenden Jahren zu einem Hochrisiko-Kostenfaktor.

Wegen steigender CO₂-Preise drohen laut einer Finanztip-Seite  in den kommenden Jahren zusätzlich weitere erhebliche Mehrkosten.

Das Bündnis wird demnächst eine dezidierte Stellungnahme zu dem bisher einzigen veröffentlichten Ergebnis der kommunalen Wärmeplanung, der Potenzialanalyse vorlegen.  

Das Bündnis Wärmewende Frankfurt sucht den Dialog mit dem Umweltdezernat und dem Klimareferat der Stadt Frankfurt. Wir bieten an, eine breite aktive Beteiligung aller Betroffenen an der kommunalen Wärmeplanung zu unterstützen. Möglich ist auch die Vermittlung von unseren Kontakten zu anderen Städten, die verschiedene Hindernisse bereits überwunden haben. 
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Nächstes Treffen des Bündnis Wärmewende Frankfurt

 

📆 Mittwoch, 18. Februar 2026, 18:30 Uhr
🏛️Villa Gründergeist, Gärtnerweg 62, Nähe Alte Oper


Themen u.a.:

  • Mainova Straßentheater
  • Interventionen zur Kommunalwahl
  • Veranstaltung zu Geothermie
  • Arbeitsgruppen
  • Vernetzung

Unsere Mission

Bis Juni 2026 muss Frankfurt laut Gesetz die “Kommunale Wärmeplanung” veröffentlichen! Diese wird einen Großteil der Frankfurter:innen sehr persönlich und direkt betreffen. 

Wir haben also noch ca. bis Ende 2025 die Möglichkeit, darauf Einfluss zu nehmen.


Inzwischen hat sich ein Bündnis zusammengefunden und ein Positionspapier entwickelt. 

Dieses Positionspapier unter dem Motto “Soziale Wärmewende jetzt! Raus aus Gas bis 2035!” enthält 11 Forderungen.

Viele relevanten Infos zur Wärmewende findet ihr in dieser Linksammlung
 


 

Gasausstieg jetzt, sonst wird es sehr teuer!

Öl und Gas in 20 Jahren dreimal so teuer?


Die gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online  geht davon aus, dass die Heizkosten in den kommenden Jahren steigen werden. Neben der allgemeinen Preissteigerung liege dies auch an Entwicklungen der einzelnen Energieträger. Die Kosten beim Heizen mit Gas und Öl würden am stärksten steigen. "In 20 Jahren werden sie etwa dreimal so hoch sein wie heute", prognostiziert co2online.
 

Gründe seien vor allem der steigende CO2-Preis und höhere Gasnetzgebühren wegen sinkender Kundenzahlen. Bei Fernwärme und Holzpellets sei in den nächsten 20 Jahren mit einer Verdoppelung der Kosten zu rechnen. Am günstigsten entwickeln sich laut der co2online-Prognose die Kosten beim Heizen mit Wärmepumpen. "Hier wirken bessere politische Rahmenbedingungen und eine steigende Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien kostendämpfend.

Quelle: Heizkosten steigen 2025 wieder deutlich | tagesschau.de 

Preise verschiedener Wärmearten 

Am Beispiel einer durchschnittliche 70 Quadratmeter große Wohnung im Mehrfamilienhaus, Abrechnungsjahr 2024.

CO2-Emissionen verschiedener Wärmearten 

Am Beispiel einer durchschnittliche 70 Quadratmeter große Wohnung im Mehrfamilienhaus, Abrechnungsjahr 2024. (Bei Erdgas ohne CO2-Equivalenzen für Methan Emissionen bei Förderung und Transport)

Entwicklung der Heizkosten bei verschiedenen Wärmearten 

Am Beispiel einer durchschnittliche 70 Quadratmeter große Wohnung im Mehrfamilienhaus, Stand 9/2025. 

Die tatsächlichen gesellschaftlichen Kosten von CO2-Emissionen

Die tatsächlichen gesellschaftlichen Kosten unter Berücksichtigung der kommenden Generationen kalkuliert das Bundesumweltamt für das Jahr 2026 mit 900€ pro Tonne CO2

 

Der CO2-Preis in Deutschland beträgt z.Zt. 65€. Je ärmer die Menschen sind, desto weniger haben sie zur Entstehung der Klimakosten beigetragen. Umgekehrt steigt die Verantwortlichkeit mit dem Reichtum der Menschen, exponentzial im Bereich des reichsten Prozent. Dies zeigt ein Dokument von Oxfam zur Klimakluft in Deutschland. Das bedeutet, dass die nicht im Preis enthaltenen restlichen 835€ zu großen Teilen zu Lasten derjenigen gehen, die am wenigsten oder gar nicht dafür verantwortlich sind, die ärmeren Teile der Bevölkerung und die kommenden Generationen. 

 

Aber Lenkungswirkung über Preise sind immer so ungerecht, wie die Gesellschaft. Das ließe sich aber schon über ein einfaches pauschal pro Kopf zurückgezahltes Klimageld ausgleichen. Die untere Hälfte der Bevölkerung würde bei dem vom Umweltbundesamt empfohlenen Preis für Treibhausgase im Durchschnitt unter dem Strich ca. 2000€ gewinnen. Das lässt ein wenig erahnen, wer die nicht berücksichtigten Klimaschulden national betrachtet Jahr für Jahr anhäuft und wen sie über Gebühr belasten bzw. auf diese Weise entlasten würden.

 

Klimaschutz selbst wird um diesen nicht berücksichtigten Preis unterbewertet. Zumindest in gemeinnützigen Planungen wie der kommunalen Wärmeplanung sollten diese tatsächlichen gesellschaftlichen Kosten der Treibhausgasemissionen berücksichtigt und damit der tatsächliche Wert von Klimaschutz anerkannt werden. Alles andere ist Selbstbetrug bzw. Betrug an den Ärmeren und den kommenden Generationen. Ambitionierterer Klimaschutz, ein wesentlich schnelleres Sanierungstempo und ein schnellerer Gasausstieg rechnen sich, wenn die tatsächlichen Kosten fossilen Gases berücksichtigt würden.

Mitmachen

Schließen Sie sich uns an und unterstützen Sie unsere Vision einer sozialen Wärmewende in Frankfurt! 

Kontaktieren Sie uns per eMail und wir informieren Sie über Mitwirkungsmöglichkeiten.

Wir suchen Menschen, die neben vielem Anderen gerne.....

  • Texte für Flyer, Pressemeldungen, Social Media entwerfen
  • Veranstaltungen planen und organisieren
  • mit Menschen reden und Kontakte aufbauen
  • gute Laune verbreiten
  • Spaß an graphischer Gestaltung haben
  • erfolgversprechende Strategien entwickeln
  • Webseiten pflegen
  • organisieren
  • Anfragen beantworten
  • Banner malen
  • Recherchieren
  • mit Politiker:innen reden
  • Haustürgespräche führen
  • auf Veranstaltungen Musizieren oder Singen

 

Für Flyer, Banner, die Webseite u.a. entstehen immer wieder Kosten, deshalb freuen wir uns immer über eine Spende.

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