BÜNDNIS WÄRMEWENDE FFM
Gasausstieg bis 2035
Die Stadt Frankfurt hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden. Eine klimafreundliche Wärmeversorgung ist nicht nur ökologisch nötig, sondern senkt auf Dauer Kosten und schützt besonders die Schwächsten.
Wir fordern einen geordneten Gasausstieg bis 2035 und eine soziale Wärmewende sowie mehr Transparenz, Beteiligung und einen Wärmewende-Rat. Für Mieten- und Klimagerechtigkeit!
Aktuelles
Neuigkeiten zur Wärmewende
Straßentheater am 28.3.
Raus aus der Gas-Kostenfalle oder Frieren für Reiche?


Am 28.3. ab 15:00 Uhr stellt das Bündnis Wärmewende auf dem Merianplatz die Auswirkungen des geplanten Gebäude-Modernisierungs-Gesetzes auf die Bürger:innen Frankfurts in einem Sketch dar.
Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen der bundesweiten GermanZero Aktionswoche für den Gasausstieg und bietet die Gelegenheit, sich über die Risiken zu informieren, die sich aus dem Festhalten an Heizen mit Gas ergeben.
Hintergrund:
Die Bundesregierung will die Wärmewende abwürgen und 20 Millionen Haushalte in die Gaskostenfalle laufen lassen. Statt den Umstieg auf klimafreundliche, erdgasfreie und langfristig günstige Heizungen zu erleichtern, plant die Regierung das Gegenteil: Sie will mit einer “Grüngas-Quote” herumtricksen und uns zum Heizen mit teurem Wasserstoff und Biomethan verpflichten.
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) - selbst eng verbandelt mit der Gaswirtschaft - übernimmt dabei die Märchen der Gas-Lobby und vergrößert deren Profite. Zudem setzt sie weiter auf Gasimporte. Doch die fossile Abhängigkeit rächt sich: Durch den Krieg im Iran sind in den letzten Tagen die Öl- und Gaspreise rasant gestiegen. Wer auf Gas setzt, importiert nicht nur Klimaschäden, sondern auch Unsicherheit und unberechenbare Kosten. Für uns Betroffene bedeutet das alles: Weniger Klimaschutz und weiter steigende Gas-Rechnungen!
Studien rechnen mit einer Verdopplung der Heizrechnung schon bis 2035. Rund 2000 Euro Mehrkosten kommen dann auf eine vierköpfige Familie zu. Mit wenigen Klicks kann mit dem Gaskostenrechner eine Prognose der Heizrechnungen bis zum Jahr 2045 berechnet werden.
Aktueller Lösungsvorschlag des Deutschen Mieterbunds und des Bundesverbands der Verbraucherzentralen für eine Mieterschutz-Regelung: Ein relativer Heizkostendeckel. Die Maximalhöhe der Wärmekosten für Mieter entspricht dadurch dem Preis der wirtschaftlichsten Heizungsoption – den Energiekosten für eine effiziente Wärmepumpe.


Nächstes Treffen des Bündnis Wärmewende Frankfurt
📆 Freitag, 17. April 2026, 18:30 Uhr
🏛️Villa Gründergeist, Gärtnerweg 62, Nähe Alte Oper
Themen u.a.:
- Koalitionsbildung Stadtparlament
- Bilanzpressekonferenz von Mainova
- Vernetzung
- Kampagnen-Strategie
Das Video der Podiumsdiskussion ist fertig


Das Video zu der Veranstaltung "Wärmewende ja! ... aber wie?" am 23.9. ist nun verfügbar. Ca. 180 Teilnehmer:innen folgten den interessanten Beiträgen von Expert:innen zu dem Stand der kommunalen Wärmeplanung in Frankfurt.
Sehen Sie hier das Video mit der Aufzeichnung der gesamten Veranstaltung.
Auf dem Podium sprachen:
- Prof. Dr. Joachim Curtius, Uni Frankfurt, Institut für Atmosphäre und Umwelt
- Martin Giehl – Mitglied im Vorstand der Mainova AG
- Dr. Helmut Paschlau, Netzwerk Saubere Energie München (NSEM)
- Conny Petzold – Verein „Mieter helfen Mietern“
- Dr. Thomas Seifert, Scientists For Future
- Tina Zapf-Rodriguez, Stadträtin, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen
Moderation: Anea Lang, Klimaentscheid
Mehr Info zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.
Vielen Dank an Dr. Klaus Sparwasser für das Video!
Klaus ist unabhängiger Filmemacher und arbeitet an Dokumentarfilmen über Klimakrise, soziale Gerechtigkeit und Widerstand – als konsequente Fortsetzung seines Films "System Change - A Story of growing resistance".
Hier können Sie seine Arbeit unterstützen.
Unsere Mission

Bis Juni 2026 muss Frankfurt laut Gesetz die “Kommunale Wärmeplanung” veröffentlichen! Diese wird einen Großteil der Frankfurter:innen sehr persönlich und direkt betreffen.
Wir haben also noch ca. bis Ende 2025 die Möglichkeit, darauf Einfluss zu nehmen.
Inzwischen hat sich ein Bündnis zusammengefunden und ein Positionspapier entwickelt.
Dieses Positionspapier unter dem Motto “Soziale Wärmewende jetzt! Raus aus Gas bis 2035!” enthält 11 Forderungen.
Viele relevanten Infos zur Wärmewende findet ihr in dieser Linksammlung
Gasausstieg jetzt, sonst wird es sehr teuer!
Öl und Gas in 20 Jahren dreimal so teuer?
Die gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online geht davon aus, dass die Heizkosten in den kommenden Jahren steigen werden. Neben der allgemeinen Preissteigerung liege dies auch an Entwicklungen der einzelnen Energieträger. Die Kosten beim Heizen mit Gas und Öl würden am stärksten steigen. "In 20 Jahren werden sie etwa dreimal so hoch sein wie heute", prognostiziert co2online.
Gründe seien vor allem der steigende CO2-Preis und höhere Gasnetzgebühren wegen sinkender Kundenzahlen. Bei Fernwärme und Holzpellets sei in den nächsten 20 Jahren mit einer Verdoppelung der Kosten zu rechnen. Am günstigsten entwickeln sich laut der co2online-Prognose die Kosten beim Heizen mit Wärmepumpen. "Hier wirken bessere politische Rahmenbedingungen und eine steigende Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien kostendämpfend.
Quelle: Heizkosten steigen 2025 wieder deutlich | tagesschau.de
Preise verschiedener Wärmearten
Am Beispiel einer durchschnittliche 70 Quadratmeter große Wohnung im Mehrfamilienhaus, Abrechnungsjahr 2024.

CO2-Emissionen verschiedener Wärmearten
Am Beispiel einer durchschnittliche 70 Quadratmeter große Wohnung im Mehrfamilienhaus, Abrechnungsjahr 2024. (Bei Erdgas ohne CO2-Equivalenzen für Methan Emissionen bei Förderung und Transport)

Entwicklung der Heizkosten bei verschiedenen Wärmearten
Am Beispiel einer durchschnittliche 70 Quadratmeter große Wohnung im Mehrfamilienhaus, Stand 9/2025.

Die tatsächlichen gesellschaftlichen Kosten von CO2-Emissionen
Die tatsächlichen gesellschaftlichen Kosten unter Berücksichtigung der kommenden Generationen kalkuliert das Bundesumweltamt für das Jahr 2026 mit 900€ pro Tonne CO2.
Der CO2-Preis in Deutschland beträgt z.Zt. 65€. Je ärmer die Menschen sind, desto weniger haben sie zur Entstehung der Klimakosten beigetragen. Umgekehrt steigt die Verantwortlichkeit mit dem Reichtum der Menschen, exponentzial im Bereich des reichsten Prozent. Dies zeigt ein Dokument von Oxfam zur Klimakluft in Deutschland. Das bedeutet, dass die nicht im Preis enthaltenen restlichen 835€ zu großen Teilen zu Lasten derjenigen gehen, die am wenigsten oder gar nicht dafür verantwortlich sind, die ärmeren Teile der Bevölkerung und die kommenden Generationen.
Aber Lenkungswirkung über Preise sind immer so ungerecht, wie die Gesellschaft. Das ließe sich aber schon über ein einfaches pauschal pro Kopf zurückgezahltes Klimageld ausgleichen. Die untere Hälfte der Bevölkerung würde bei dem vom Umweltbundesamt empfohlenen Preis für Treibhausgase im Durchschnitt unter dem Strich ca. 2000€ gewinnen. Das lässt ein wenig erahnen, wer die nicht berücksichtigten Klimaschulden national betrachtet Jahr für Jahr anhäuft und wen sie über Gebühr belasten bzw. auf diese Weise entlasten würden.
Klimaschutz selbst wird um diesen nicht berücksichtigten Preis unterbewertet. Zumindest in gemeinnützigen Planungen wie der kommunalen Wärmeplanung sollten diese tatsächlichen gesellschaftlichen Kosten der Treibhausgasemissionen berücksichtigt und damit der tatsächliche Wert von Klimaschutz anerkannt werden. Alles andere ist Selbstbetrug bzw. Betrug an den Ärmeren und den kommenden Generationen. Ambitionierterer Klimaschutz, ein wesentlich schnelleres Sanierungstempo und ein schnellerer Gasausstieg rechnen sich, wenn die tatsächlichen Kosten fossilen Gases berücksichtigt würden.
Mitmachen
Schließen Sie sich uns an und unterstützen Sie unsere Vision einer sozialen Wärmewende in Frankfurt!
Kontaktieren Sie uns per eMail und wir informieren Sie über Mitwirkungsmöglichkeiten.
Wir suchen Menschen, die neben vielem Anderen gerne.....
- Texte für Flyer, Pressemeldungen, Social Media entwerfen
- Veranstaltungen planen und organisieren
- mit Menschen reden und Kontakte aufbauen
- gute Laune verbreiten
- Spaß an graphischer Gestaltung haben
- erfolgversprechende Strategien entwickeln
- Webseiten pflegen
- organisieren
- Anfragen beantworten
- Banner malen
- Recherchieren
- mit Politiker:innen reden
- Haustürgespräche führen
- auf Veranstaltungen Musizieren oder Singen
Für Flyer, Banner, die Webseite u.a. entstehen immer wieder Kosten, deshalb freuen wir uns immer über eine Spende.
